Die Pokémon Company geht in Japan mit zwei Identitätsprüfungen gegen Wiederverkäufer vor, die Neuerscheinungen in großen Mengen aufkaufen. Beide Maßnahmen gelten nur in Japan.
Online: die My Number Card
Am 21. Mai 2026 kündigte Pokémon auf der offiziellen japanischen Kartenseite an, für Verlosungen besonders gefragter Produkte im Pokémon Center Online und für einige Turniere eine Prüfung mit der My Number Card einzuführen, Japans staatlichem Ausweis, berichtet SoraNews24. Der Chip der Karte wird über einen Dienstleister per Smartphone ausgelesen, die Ausweisnummer selbst speichert Pokémon nicht.
Ganz ausgesperrt sind Käufer ohne japanischen Ausweis damit nicht. Bei den Verlosungen zu 30th Celebration im August gab es auch einen Platz ohne Ausweisprüfung, für den eine Bestätigung per Telefon genügte – die meisten Gewinne gingen allerdings an verifizierte Konten, so Hypebeast.
Im Laden: Gesichtsscan in fünf Pop-up-Stores
Vom 31. Juli bis 16. August 2026 öffneten zum Start von Storm Emeralda fünf temporäre Pokémon-Card-Stores in Natori, Chofu, Higashiura, Fuchu bei Hiroshima und Chikushino. Wer dort eine Wartenummer wollte, musste ab dem Grundschulalter einen Gesichtsscan zulassen; so ließ sich durchsetzen, dass jede Person nur ein Ticket pro Tag bekam, berichtet Dexerto. Kinder im Vorschulalter waren ausgenommen, brauchten aber eine Begleitperson. Wer den Scan ablehnte, kam nicht hinein. Wie lange die Aufnahmen gespeichert werden, hat Pokémon nicht genau angegeben – nur, dass sie nach einer gewissen Zeit gelöscht werden.
Für andere Länder hat Pokémon keine vergleichbaren Prüfungen angekündigt, aber auch nicht ausgeschlossen.